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Zur Berichterstattung über den Mobilfunkstreit in Lindlar und dem Auftritt der Telekom (BLZ vom 9.12.2011)
Zu der Vorstellung, die die Firma Telekom in Gestalt von Herrn Thomas Nasemann und Frau Sandra Berger in der letzten Bauausschusssitzung abgeliefert haben, ließe sich noch ergänzen:
Der von Herrn Nasemann (Firma Telekom) angeführte Diskurs mit den Bürgern sieht in der Realität so aus: Die Telekom lehnt es ab, sich mit Vertretern der Bürgerschaft im zuständigen Arbeitskreis Mobilfunk überhaupt an einen Tisch zu setzen. Alle „Gespräche“ laufen über den Bürgermeister Dr. Tebroke und Herrn Newrzella, Amtsleiter des Bauamtes.
Irrtümlich geht man davon aus, dass die Firma Telekom einer Empfehlung Dr. Nießens bereits gefolgt ist. Tatsache ist, dass Telekom von sich aus eine Veränderung der Sektoreinstellungen vorgenommen hat. Daraufhin hat der Arbeitskreis Mobilfunk Dr. Nießen als Gutachter eingeschaltet, um zu überprüfen, ob sich tatsächlich eine Verbesserung für die Schulen ergibt. Hierbei stellte sich heraus, dass es sich nur um eine minimalste Veränderung der Strahlenbelastung für die Schulen handelt, stattdessen aber die Umgebung stärker belastet wird.
Der ständige Versuch, Äußerungen des Gutachters Dr. Nießen ins lächerliche zu ziehen, beruht wohl darauf, dass die Telekom auf die hartnäckigen und kompetenten Fragen des Gutachters keine überzeugenden Antworten wusste.
Mit dieser Bauausschusssitzung ist das Thema Mobilfunk in Lindlar aber längst noch nicht beendet. Die Firma Vodafone plant einen flächendeckenden Aufbau von Sendemasten in Lindlar-Ort. (Auch die übrigen Betreiber werden nicht schlafen.)
Als Vertreter der BI im Arbeitskreis Mobilfunk, eines Unterausschusses, sind Frau Schnepper und ich der Ansicht, dass diese Pläne bei einer solchen Grundsatzentscheidung in die Öffentlichkeit gehören, und in den zuständigen Gremien behandelt werden müssen. Wir sind gerne bereit, dazu im Bau- und Planungsausschuss gehört zu werden bzw. Stellung zu beziehen.
Es bleibt festzuhalten, dass es nicht darum geht, Sendemasten zu verhindern, sondern ein verträgliches Miteinander zwischen den wirtschaftlichen Interessen der Mobilfunkbetreiber einerseits und den Bedenken Lindlarer Bürger andererseits zu ermöglichen. Das ignorante Verhalten der Vertreter der Telekom auf der Sitzung hat dazu wirklich keinen guten Beitrag geleistet.
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